Hier der informativste Artikel über Daumenkinos im Netz:

 

Daumenkino – Hommage an eine verkannte Kunstform

 

1914Karin Wehn und Ingo Linde in Telepolis www.heise.de

Jeder kennt sie, der eine oder andere hat selbst schon mal selbst eins gebastelt: Daumenkinos, kleine Bücher, die bequem in eine Hand passen, meist im Querformat und links geheftet, bei denen man nicht Seite für Seite langsam umblättert, sondern die man schnell flippt, so dass aus den Einzelzeichnungen eine flüssige Bewegung entsteht.

Daumenkinos sind ein kurzweiliges Unterhaltungsmedium mit einer langen Geschichte, auch als Werbemedium werden sie seit langer Zeit verwendet. Im 20. Jahrhundert haben sich zahlreiche Künstler, insbesondere Animations- und Experimentalfilmer, trotz oder gerade wegen der Einfachheit des Mediums, herausfordern lassen, mit den formalen und inhaltlichen Möglichkeiten zu spielen.

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Daumenkinos leicht gemacht – Ein altes Medium wird neu entdeckt

 

Pressetext Nachrichtenagentur

Daumenkinos sind kleine Bücher, die bequem in eine Hand passen. Wenn man nicht Seite für Seite einzeln umblättert, sondern schnell „flippt“, entstehen aus Einzelbildern flüssige Bewegungen, die ihre eigene Geschichte erzählen.

Die Attraktivität von Daumenkinos beruht auf ihrer Einfachheit. Sie sind für alle Altersklassen und für jede denkbare „bewegte“ Situation geeignet.

Das Daumenkino ist das einzige bewegte Medium, bei dem der Betrachter selbst bestimmt: langsam, schnell, so oft er will, an jedem Ort. Die Geschwindigkeit beim Blättern beeinflusst dabei, was gesehen wird, was nicht gesehen wird und was man sich vorstellen kann.

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Liebeserklärung oder Heiratsantrag per Daumenkino

 

Hochzeit Magazin

hochzeit-magazinSeit wann es so etwas wie Daumenkinos gibt, wissen wir nicht. Das erste photografische Daumenkino jedenfalls wurde vor 140 Jahren von dem Kineographen John Barnes Linnet patentiert. Und so alt diese Idee also tatsächlich ist – so jung ist sie auch immer noch. Peter Nauert und Tatjana Brahms jedenfalls waren selbst ein bisschen erstaunt, als sie feststellten, wer sich alles für die 90 x 50 Millimeter großen ‚Kinos‘ interessierte. Was ursprünglich eigentlich für den privaten Bereich gedacht war, erregte schon bald die Aufmerksamkeit auch von Werbeagenturen und anderen Unternehmen.

Jedermann hat heutzutage eine digitale und videofähige Kamera und aus fünf bis 12 Sekunden Filmsequenz beziehungsweise 40 Einzelbildern lässt sich auf www.mein-daumenkino.de eins dieser wunderschönen kleinen Spielzeuge erstellen, die bis heute nichts von ihrer Magie verloren haben.

Ob als Teil des Heiratsantrags, als kleine Liebeserklärung, als Hochzeitseinladung, Tisch- oder Dankeskarte. Mit diesen Daumenkinos bringen Sie bestimmt ein fröhliches Leuchten in die Gesichter derer, die Sie damit beglücken.

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Kino für die Hosentasche

 

Der Sonntag, 20. Januar 2008

dersonntag

 

Der Breisacher Daumenkino-Verlag fertigt Büchlein mit bewegten Geschichten

Mit dem Kineographen von John Barnes Linnet wurde vor 140 Jahren das erste fotografische Daumenkino patentiert. Heute sind historische „Flip Books“ begehrte Sammelobjekte. Moderne Daumenkinos transportieren Werbebotschaften, vermitteln persönliche Nachrichten und erzählen Geschichten. Beim Breisacher Daumenkino-Verlag kann ein höchst individuelles Daumenkinomit spezieller Software ruckzuck selbst gestaltet werden. Es zeigt dann begnadete menschliche Körper, tierische Bestleistungen oder „Grüßle vom Zuckerhut“.

Kino für die Hosentasche

Der Sonntag Freiburg

Jeder Daumen juckt, wenn das 90 mal 50 Millimeter kleine und 40 Blatt starke Papierbündel einmal in der Handfläche Platz gefunden hat. „Als Kind habe ich einfache Daumenkinos gezeichnet und selbst geklammert“, sagt Peter Nauert. Für den 56-jährigen Breisacher haben die kompakten Bändchen etwas Magisches, eine Anziehungskraft, die er dem natürlichen Spieltrieb des Menschen zuschreibt. „Es ist die haptische Komponente, die reizvolle Möglichkeit, Bilder im selbst gewählten Tempo zum Laufen zu bringen“, erklärt Tatjana Brahms, studierte Archäologin, die Faszination des Büchleins im Format einer amerikanischen Visitenkarte. Die Idee, einen Fachverlag für

Daumenkinos zu gründen, hatte Peter Nauert vor zweieinhalb Jahren. „Digitalkameras und Fotohandys mit Videofunktion sind millionenfach verbreitet“, erläutert der Verlagskaufmann und Journalist. „Ich dachte, dass man auch eine Software schreiben könnte, die vollautomatisch Einzelbilder aus einer kleinen Filmsequenz extrahiert, aus denen dann ein Daumenkino gedruckt wird.“

Unikate für die ganze Welt

Bis die Software ausgetüftelt war und der Onlineshop öffnen konnte, dauerte es drei Monate. Überraschend schnell wurde der Service europaweit und schließlich auch weltweit genutzt. „Es liegt wohl daran, dass der Kunde bei uns nicht in größeren Mengen bestellen muss, sondern auch Unikate bekommt“, vermutet Tatjana Brahms. Athletische Vierbeiner, die durch Reifen springen, Onkel Walters erste Schussfahrt mit dem fabrikneuen Mountainbike oder Klein-Sarah beim kunstvollen Dribbeln mit dem Ball: Kinder, Haustiere, Hochzeiten, Jubiläen, aber auch Grüße aus dem Ausland seien die Hauptthemen der Eigenkreationen. „Es gibt aber auch Leute, die 40 Einzelbilder mit Spielzeugfiguren machen, und Zeichnungen, die eingescannt oder im Computer vorgefertigt werden“, lobt Brahms die Kreativität der Kundschaft. Die kann dank des einfach zu handhabenden Programms mit den eigenen Bildern zunächst ausgiebig herumspielen und die gewählte Sequenz vor dem Versenden zum Drucken noch einmal kritisch begutachten. „Dabei ist weniger oft mehr, und es kann äußerst amüsant sein, wenn jemand nur die Augen rollt oder mit den Ohren wackelt“, rät die Miniaturkino-Expertin. Eine Foto-Sequenz hat den beiden Unternehmern im vergangenen Jahr einen Auftrag aus dem Orient beschert. Tief beeindruckt von deutscher Präzisionsarbeit bestellte ein saudischer Prinz per Kurier einen Schwung Daumenkinos, auf denen zu sehen war, wie schnell eine renommierte Firma bei der Fußball-Weltmeisterschaft den Bühnen auf- und -abbau bewerkstelligte. „Mittlerweile haben wir viele Anfragen von Werbeagenturen und der Industrie.“